IBKL - Internationale Bibliothek der Kommunistischen Linken
[last] [home] [content] [end] [search]

FASCHISMUS
If linked: [English] [French] [Italian] [Spanish]


Content:

Faschismus
Notes
Source


Faschismus
[top] [content] [next]

Es ist nicht die Bilanz der jüngsten Ereignisse in Rom, aus denen hier ein Urteil über den Faschismus gezogen werden soll. Vielmehr bilden die Ergebnisse des faschistischen Kongresses den Ausgangspunkt dieser Anmerkungen, auch wenn er nur gezeigt hat, zu einem kritischen Urteil über den Faschismus nichts beitragen zu können (1).

Die faschistische Bewegung kam mit einer mächtigen Organisation im Gepäck zum Kongress, denn sie hatte sich vorgenommen, ein beeindruckendes Kräfteaufgebot in der Hauptstadt zu präsentieren. Zugleich aber liess sie verlauten, vor der Öffentlichkeit die programmatischen Grundlagen ihrer Ideologie ausbreiten zu wollen. Ihre Führer glaubten sich verpflichtet, eine so stark entwickelte Organisation durch eine »neue« Lehre und »neue« politische Richtung legitimieren zu müssen.

Die Niederlage, die der Faschismus in den Tagen des römischen Generalstreiks einstecken musste, ist noch gar nichts gegen die Pleite, die hinsichtlich seiner oben genannten Absichten in den Ergebnissen des Kongresses sichtbar wurde. Auf der Hand liegt, dass eine Erklärung oder, wenn man will, eine Legitimierung des Faschismus jenseits dieser Bemühungen um neue programmatische Konstruktionen gefunden werden muss, denn es war vergebliche Müh', sowohl als kollektives Werk als auch als subjektiver Versuch eines Führers, der es nie zum »Meister« bringen wird, auch wenn er sicherlich die Karriere eines »Politikers« im traurigen traditionellen Sinne des Wortes machen wird.

Der Faschismus, dieser politische Futurismus [der den völligen Bruch mit allen politischen Traditionen fordert], hat sich nicht im geringsten über das platte Niveau der bürgerlichen Mittelmässigkeit hinausbewegt. Warum nicht?

Der Kongress, so wurde gesagt, bestand im wesentlichen aus der Rede Mussolinis. Diese Rede war ein Schlag ins Wasser. Ausgehend von der Analyse der anderen Parteien, ist Mussolini keineswegs zu einer Synthese gelangt, worin eine Position deutlich geworden wäre, die eine faschistische Partei von allen anderen unterscheidet. Wenn sie sich fähig gezeigt hat, gegenüber dem Sozialismus und der Arbeiterbewegung eine entschieden feindliche Haltung an den Tag zu legen, ist das sicher noch keine neue Position, nichts, was sie von den herkömmlichen politischen Ideologien der bürgerlichen Parteien abheben würde.

Der Versuch, die faschistische Ideologie mittels einer vernichtenden Kritik an alten Schemata (auch oder hauptsächlich in Form glänzender Paradoxa) darzustellen, endete damit, eine Reihe von Aussagen zu machen, die weder einzeln genommen neu waren noch einen neuen oder überhaupt einen Zusammenhang ergaben. Völlig wirkungslos wurden die Gemeinplätze der politischen Polemik abgespult, mit denen die verschiedenen Strömungen sich immer wieder gegenseitig befehden und die uns infolge der krankhaften Neuerungssucht, die die Politikaster des zeitgenössischen bürgerlichen Zerfalls jeden Tag aufs neue plagt, in allen möglichen Varianten aufgetischt werden. Anstelle der feierlich versprochenen neuen Wahrheit gab man ein Sammelsurium der gesamten kulturellen Bakterienflora zum besten, die den durch Aufblähung begleiteten Verwesungsprozess der bürgerlichen Gesellschaft ausmacht. In dieser Verfallsperiode des Regimes beginnt deren Ideologie sich in höchster Not auf Formeln zu stützen, die vom Syndikalismus, vom mehr oder minder individualistischen Anarchismus, von den Resten der spiritualistischen und religiösen Metaphysik etc. geklaut sind. Nur unser haarsträubend grober bolschewistischer Marxismus fällt als glückliche Ausnahme diesem Beutezug nicht zum Opfer.

Welche Schlussfolgerung könnte aus diesem unzusammenhängenden Reigen unterschiedlicher Auffassungen hervorgehen - wenn etwa der Antiklerikalismus der Freimaurer hervorgeholt wird, um sich vom Programm der Volkspartei abzugrenzen, und zugleich bestimmte Elemente des Glaubenskampfes entliehen werden? Oder der Wirtschaftsliberalismus herangezogen wird, um die vergeblichen Sozialisierungsversuche mit der »kapitalistischen Wirklichkeit« zu erschlagen, und zugleich dem politischen Liberalismus die Totenglocken geläutet werden? Was soll es heissen, wenn man behauptet, den antidemokratischen Begriff der Diktatur mit dem Kommunismus gemeinsam zu haben, wenn diese Diktatur nur die Zwänge der »freien« Wirtschaft meint, die für lebenskräftiger denn je gehalten wird? Wenn man die Republik preist und zugleich die Perspektive eines vorparlamentarischen, diktatorischen und somit erzdynastischen Regimes aufleuchten lässt? Oder der Lehre der sogenannten liberalen Partei jene der traditionellen Rechten gegenübergestellt wird, die doch dem Liberalismus, ob theoretisch oder praktisch, ernsthafter und enger verpflichtet war?

Hätte es eine Schlussfolgerung gegeben, die all diese Aussagen harmonisch zu einem Resultat gebündelt hätte, so hätte deren Widersprüchlichkeit nur die Macht der Paradoxa bewiesen, mit denen sich jede neue Ideologie schmückt, gleichsam als wolle sie an der geschickten Handhabung der Dialektik ihre Stärke und Festigkeit erproben. In diesem Fall aber blieb die abschliessende Synthese aus, und dieser ganze Wirrwarr aus alten Geschichtchen ist bloss eine Bankrotterklärung.

Der kritische Punkt bestand darin, die Position des Faschismus gegenüber den Parteien der bürgerlichen Mitte zu bestimmen. Um sich als Gegner der sozialistischen wie auch der Volkspartei zu profilieren, liess sich noch das eine oder andere Argument anführen. Aber die Kritik an der liberalen Partei und die Notwendigkeit, sie irgendwie zu erledigen, um ihren Platz einzunehmen, konnte nicht sauber begründet und in ein Parteiprogramm umgesetzt werden. Es soll gleich klargestellt werden, dass wir damit nicht die These untermauern wollen, nach der der Faschismus keine Partei sein könne. Er wird sehr wohl eine sein, wozu sich seine verschrobenen Abneigungen gegen die Monarchie, die parlamentarische Demokratie und sogar... den Staatssozialismus in vorbehaltlose Anerkennung der einen genauso... wie des anderen verwandeln werden. Wir stellen lediglich fest, dass wir uns einer Bewegung gegenüber sehen, die zwar über eine starke Organisation verfügt und nicht nur in militärischer, sondern auch politischer und parlamentarischer Hinsicht durchaus schlagkräftig ist, der aber eine eigene Ideologie und ein eigenes Programm fehlen. Die Untersuchung des faschistischen Kongresses, vielleicht besser: der Rede Mussolinis, worin unbedingt eine Selbstdarstellung hätte gegeben werden sollen, führt zum Schluss, dass der Faschismus dazu nicht in der Lage ist. Da der Marxismus ihn dagegen sehr genau zu kennzeichnen vermag, stellt diese Unfähigkeit keine Überraschung dar.

Obschon das Wort Ideologie einen metaphysischen Klang hat, benutzen wir es, um das programmatische Rüstzeug einer Bewegung zu bezeichnen, also ihr Bewusstsein von einer Reihe von Zielen und der Praxis, sie zu erreichen. Natürlich ist dazu eine Methode nötig, mit Hilfe derer man die Geschehnisse im gesellschaftlichen und geschichtlichen Lebensprozess deuten und erfassen kann. Wir schicken dies voraus, um festzustellen, dass, weil sich das historische Leben der Bourgeoisie dem Ende zuneigt, ihre Ideologie gespalten ist: die Programme, die sie nach aussen hin vertritt, sind nicht mit ihrem Bewusstsein identisch, das sie von ihren Interessen und den praktischen Mitteln, sie zu wahren, hat. Als sie noch eine revolutionäre Klasse war, war sie sich auch ihrer eigenen sozialen und politischen Ideologie voll und ganz »bewusst« (bezeichnen wir diese Ideologie mit eben dem »Liberalismus«, den der Faschismus jetzt verkündet, den Garaus machen zu wollen): Die Bourgeoisie »glaubte« und »wollte« nämlich genau das, was ihr liberales und demokratisches Programm enthielt; ihr brennendstes Interesse war darauf gerichtet, die Leitung der Wirtschaft von den Fesseln der Gesetzgebung und Verfassung des »ancien regime« zu befreien. Sie war überzeugt, dass die Verwirklichung grösstmöglicher Rechte und politischer Freiheiten aller Bürger nicht nur mit der Universalität ihres philosophischen Humanismus, sondern auch mit der grösstmöglichen Entfaltung ihres Wirtschaftslebens in Einklang steht.

Und wirklich: so wie der Liberalismus die beste politische Waffe war, um die Staatsgewalt gegen die feudale Wirtschaft und die Privilegien des ersten und zweiten »Standes« (Adel und Klerus) einzusetzen, so war er auch ein probates Mittel, um die »Klassen»-Funktion des bürgerlich-parlamentarischen Staates nicht allein gegen den alten Staat und die Restaurationsversuche zu richten, sondern ebenso gegen das Auftreten des »vierten Standes«, also gegen die Angriffe der Arbeiterbewegung. In ihrer ersten Lebensphase fehlte der Bourgeoisie noch das Bewusstsein dieser zweiten Funktion der Demokratie, ihres historischen Frontwechsels, ihrer Verwandlung von einem revolutionären in einen konservativen Faktor; die traditionelle Rechte in Italien ist ein Beispiel dieses fehlenden Bewusstseins. Die Ideologen des Liberalismus »sagten« damals nicht bloss, sondern »glaubten« auch, dass jene Methode der Errichtung des politischen Apparats zum Wohl des ganzen »Volkes« geschehe und der Boden sei, auf dem sich gleiches Recht für alle verwirklichen werde. Sie konnten sich noch nicht vorstellen, dass es zur Rettung der bürgerlichen Einrichtungen notwendig sein würde, die in ihrer politischen Lehre enthaltenen und in der bürgerlichen Verfassung garantierten Rechte abzuschaffen. Für sie konnte der Staatsfeind nur der Feind aller Bürger sein, ein Verbrecher, der den Gesellschaftsvertrag verletzte.

Später konnte die herrschende Klasse deutlich erkennen, dass das demokratische System sich sehr gut als »Ventil« gegen das Proletariat einsetzen lässt, um den Überdruck der Unzufriedenheit mit den ökonomischen Verhältnissen abzulassen. Während sich die Bourgeoisie immer mehr überzeugte, dass der liberale Mechanismus ihren Klasseninteressen hervorragend diente, verlor er in ihren Augen mehr und mehr den Charakter eines philosophischen und theoretischen Ziels, um nurmehr als Mittel betrachtet zu werden. Und sie erkannte, dass die Anwendung dieses Mittels in Wirklichkeit nicht unvereinbar mit der ergänzenden Funktion des bürgerlichen Staates war, die proletarische Bewegung auch mit Gewalt zu unterdrücken. Wenn aber ein liberaler Staat die verbrieften Freiheiten abschaffen muss, um sich vor Angriffen zu schützen, so liefert er den geschichtlichen Beweis für den trügerischen Charakter des Liberalismus bzw. der liberalen Auffassung von der Mission der Bourgeoisie und der Natur ihres Regierungsapparates. Seine wirkliche Rolle kommt zum Vorschein. Er muss nämlich die Interessen des Kapitalismus mit allen Mitteln schützen: mit dem Ablenkungsmanöver der demokratischen Maskeraden und, sobald diese allein die Bewegungen, die den Staat selbst bedrohen, nicht mehr zurückzuhalten vermögen, zusätzlich mit bewaffneter Repression.

Dies aber ist eine »revolutionäre« Lehre der bürgerlichen und liberalen Staatsfunktion. Besser gesagt ist es revolutionär, sie auszusprechen: deshalb muss die Bourgeoisie in der gegenwärtigen geschichtlichen Phase diese Lehre praktisch umsetzen und theoretisch leugnen. Wenn der bürgerliche Staat seine ihm naturgemässe repressive und konterrevolutionäre Rolle explizit ausübt, entspricht dem implizit die Vernichtung der angeblich wahren Lehre des Liberalismus, was nicht heisst, dass er rückwärts gehen und die Staatsverfassung einer Revision unterziehen muss. Weder muss die Bourgeoisie ihre liberale Vergangenheit bereuen noch muss sie dem Liberalismus abschwören. Beides bleibt ihr erspart, denn ihr Herrschaftsorgan wurde durch seine eigene logische, ja biologische Entwicklung dazu befähigt und gewappnet, die »Sache der Freiheit« mit Gewehren und Kerkern zu verteidigen.

Solange sie Programme formuliert und politische Lehren verkündet, kann eine bürgerliche Bewegung diese Notwendigkeit der Klassenverteidigung mit allen Mitteln, einschliesslich derer, die theoretisch gegen die eigene Verfassung und die eigenen Gesetze verstossen, nicht offen aussprechen. Es wäre der Erhaltung ihrer Herrschaft kaum dienlich. Zum anderen sehen neunundneunzig Prozent der herrschenden Klasse sehr wohl, dass es ein falsches Mittel ihrer Herrschaftssicherung wäre, die parlamentarische Demokratie auch formell zurückzuweisen und eine Reform des bürgerlichen Staatsapparates im feudalen bzw. aristokratischen oder autokratischen Sinn anzustreben. Kein vornapoleonischer Staat war für die Schrecken des Krieges qualitativ und quantitativ besser ausgerüstet als die modernen demokratischen Staaten (übrigens nicht allein in technischer Hinsicht), und so ist auch keiner besser gerüstet, wenn es um die innere Sicherheit und Verteidigung der eigenen Existenz geht.

Insofern ist klar, dass, in der heutigen Periode der Repression gegen die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse, die politische Bewegung der bürgerlichen Klasse, also die Teilnahme der Bürgerschaft oder Bourgeois-Klientel am politischen Leben, neue Aspekte zeigen muss. Die »verfassungsmässigen« Parteien, die dazu da sind, Wahlkämpfe zu führen und sich das Fortbestehen des kapitalistischen Regimes durch die Mehrheit des Volkes bestätigen zu lassen, reichen nicht mehr aus. Es ist notwendig, dass die staatstragende Klasse den aus den neuen Erfordernissen hervorgehenden Funktionen des Staates massiv Schützenhilfe leistet. Die konservative, konterrevolutionäre Bewegung muss, wenn der soziale Krieg seine Schatten vorauswirft, eine militärische Aufgabe übernehmen und sich entsprechend organisieren. Und dem Staat ist natürlich daran gelegen, dass diese Organisierung »von unten« kommt, weil die repressive Funktion so weniger der verzweifelten Verteidigung der Illusion zu widersprechen scheint, nach der der Staat der Staat aller Bürger, aller Parteien und Klassen ist.

Sobald die Arbeiterklasse die Illusion verliert, sich auf legalem Wege, durch die staatlicherseits zugestandene politische Aktivität emanzipieren zu können, sobald die revolutionäre Methode an Boden gewinnt und das Proletariat auf den Kampf vorbereitet, was die militärische Eingliederung einschliesst, wird sich die Partei der Ordnung ihrerseits organisieren und bewaffnen, um sich zu verteidigen.

Dass sie sich neben dem Staat und unter seinem Schutz »schneller« und »besser« als das Proletariat bewaffnet und offensiv gegen proletarische Stellungen vorgeht, die das liberale bürgerliche Regime noch geduldet hatte, darf nicht mit dem Auftreten einer Partei verwechselt werden, die den Staat übernehmen wollte, um vorliberale Formen einzuführen, die also in diesem Sinne gegen den Staat wäre.

Hier liegt für uns die anfangs erwähnte Legitimierung des Faschismus. Er ergänzt den bürgerlichen Liberalismus, er zerstört ihn nicht. Er realisiert durch die dem offiziellen Staatsapparat zur Seite stehende Organisation die bürgerliche Doppelverteidigung.

Wenn sich der revolutionäre Druck des Proletariats verschärft, wird die Bourgeoisie diese beiden Verteidigungsmethoden, die sich nicht ausschliessen, sondern parallel existieren, wohl aufs höchste intensivieren. Sie wird die kühnste demokratische und sozialdemokratische Politik zur Schau tragen und zugleich die weissen Banden auf das Proletariat loslassen, um es abzuschrecken. Aber dies ist ein anderer Aspekt der Frage, der nur beweist, wie unsinnig die Gegenüberstellung von Faschismus und parlamentarischer Demokratie ist. Die Wahltätigkeit des Faschismus bestätigt gerade die Haltlosigkeit dieser Gegenüberstellung.

Ausserdem bedarf es keiner Adlerschwingen, um eine parlamentarische Partei zu werden. Ebensowenig muss das heikle Problem gelöst werden, ein »neues« Programm aufzustellen. Gerade der Faschismus wird seine Daseinsberechtigung weder durch programmatische Aussagen festschreiben noch ein Bewusstsein davon haben können, denn er ist das Ergebnis dessen, dass bürgerliches Programm und Bewusstsein auseinandergefallen sind; müsste er im Namen einer politischen Lehre sprechen, würde er unweigerlich in die Reihen des traditionellen Liberalismus eintreten - der ihn doch just beauftragt hat, gegen seine Lehre zu verstossen, wenn auch »nur zur äusserlichen Anwendung«, damit sie weiterhin gepredigt werden kann, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüssen.

Der Faschismus hat sich also auf dem Kongress von Rom nicht selbst definieren können und wird dazu auch niemals imstande sein (was seiner Existenz und der Ausübung seiner Funktion keinen Abbruch tut), denn er konstituiert sich nach der Formel: »Die Organisation ist alles, die Ideologie nichts«, in dialektischer Entsprechung zur Formel der liberalen Partei: »Die Ideologie ist alles, die Organisation nichts«.

Nachdem wir kurz gezeigt haben, dass die Trennung von Doktrin und Organisation die Bewegungen einer niedergehenden Klasse kennzeichnet, wäre es jetzt lehrreich nachzuweisen, dass die strikt materialistisch und historisch begründete Synthese von Theorie und Organisation eine Eigenschaft der revolutionär aufsteigenden Klasse ist. Wenn man also den Gegner und die Gründe seiner Kraft besser kennt als er selber und wenn man seine eigene Kraft aus einer klaren Kenntnis der eigenen Ziele bezieht, kann man auch voller Zuversicht sagen, dass der definitive Sieg über ihn sicher ist.

Notes:
[prev.] [content] [end]

  1. Auf dem II. nationalen Kongress der Faschisten, der vom 7. bis 10. November 1921 in Rom stattfand, wurde die Partito Nazionale Fascista gegründet. 30.000 Faschisten hatten sich in der Hauptstadt versammelt und zogen zur Feier des Tages wieder marodierend durch die Stadt, was 5 Tote und 120 Verletzte hinterliess. Nach der Ermordung eines Eisenbahners am 9.11. rief das römische Proletariat den Generalstreik aus, den weder die Regierung noch ein faschistisches Ultimatum zu brechen vermochten. Der Streik dauerte noch bis zum 14.11. fort, vier Tage nach Ende des faschistischen Kongresses. Das auf ihm verabschiedete Programm der PNF wurde erst am 27.11. veröffentlicht. [back]

Source: «Fascismo», «Il Comunista», Nr. 30, November 1921 [Übersetzung: Kollektiv H]

[top] [content] [last] [home] [mail] [search] [webmaster] [get pdf]


you arrived from:

pagecolour: [to the top]